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Schweiz und Österreich: Insolvenzbilanz 2015

Es war nach der Aufhebung der Frankenbindung an den Euro im Januar 2015 zu erwarten gewesen, dass die Zahl der Insolvenzen ansteigen wird.

Es war nach der Aufhebung der Frankenbindung an den Euro im Januar 2015 zu erwarten gewesen, dass die Zahl der Insolvenzen ansteigen wird. So ist es auch gekommen. Doch der Anstieg hält sich vor allem bei den Firmeninsolvenzen in Grenzen, wie die Statistik des Verbandes Creditreform Schweiz zeigt.

Um knapp 300 auf 4.519 hat die Zahl der Insolvenzen der im Handelsregister eingetragenen Firmen im vergangenen Jahr zugenommen. Sie liegt damit auf dem Niveau von 2012, aber noch immer unter den Jahren 2010 und 2011, als sich die Folgen der 2009 ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise bemerkbar gemacht hatten. Ob es noch so oder ähnlich kommen wird, ist ungewiss. Die statistisch auch erfassten Konkursverfahren nach OR 731b sind weiterhin rückläufig, aktuell weist die Statistik mit 1.579 Verfahren den tiefsten Wert seit 2010 aus. Mit gutem Grund: Denn die vom Handelsregister verfügten Löschungen von Unternehmen über ein Konkursverfahren waren 2008 eingeführt worden, um jene Firmen aus den Handelsregistern zu löschen, deren Organe wegen organisatorischer Mängel eine Liquidation nicht ordnungsgemäß abwickeln. Inzwischen scheinen viele dieser Verfahren abgewickelt, und es ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Einstellungen nach Artikel 731b des Obligationenrechts weiter abnehmen wird. Schlüsse auf das tatsächliche wirtschaftliche Geschehen lassen diese Firmenlöschungen nur bedingt zu.

Kein „Frankenschock“ für die Stabilität der Unternehmen

Im Fünfjahresvergleich um fast die Hälfte angestiegen ist hingegen die Zahl der privaten Konkurse. Mit 7.426 Konkursen wurden auch gegenüber dem Vorjahr fast 500 Pleiten mehr registriert. Privatkonkurse umfassen auch die Insolvenzen von selbstständig Erwerbenden, deren Firma nicht im Handelsregister eingetragen ist. Diese werden – anders als in Deutschland – in der Statistik aber nicht separat ausgewiesen. Ein Teil des Anstieges lässt sich aus der stark steigenden Zahl von ausgeschlagenen Erbschaften erklären.

Das Nettowachstum der im Handelsregister eingetragenen Firmen war 2015 gegenüber dem Vorjahr zwar leicht rückläufig, lag aber noch immer deutlich über den Werten der Jahre 2011 und 2012 und nur knapp unter jenem von 2013, das schon ein sehr gutes Jahr war. Über die Monate betrachtet war das letzte Jahresdrittel gar weit besser als jenes des Jahres 2014.

Ein eigentlicher Trend lässt sich daraus indes kaum ableiten. Im kantonalen Vergleich des Nettowachstums liegen die Kantone Zürich, Genf, Waadt und Tessin über der Marke von 1.000 Firmen; mit 7.338 Neueintragungen liegt Zürich auch hier deutlich vorne, gefolgt von der Waadt (3.741), Genf (3.335), Bern (2.292) und Tessin (2.783).

In Österreich weniger Unternehmen betroffen

5.422 Firmen gingen 2015 in Österreich in die Pleite – 178 weniger als im Vorjahr. Dabei waren alle eröffneten Verfahrenstypen rückläufig, neben den 2.737 Konkursverfahren auch die 381 Sanierungsverfahren mit oder ohne Eigenverwaltung und die 2.204 mangels Vermögen abgewiesenen Insolvenzverfahren. Der positive Trend wurde am stärksten von den westlichen Bundesländern Tirol und Vorarlberg getragen, während das Burgenland und Wien gar steigende Zahlen meldeten. In Wien gehen von 1.000 Unternehmen 17 in Konkurs, im Tirol sind es nur knapp sieben. Ein Blick auf die Rechtsformen der Insolvenz-Firmen zeigt zwei Ausreißer: Vereine und Einzelunternehmen gingen weit häufiger in Konkurs als noch 2014, während vor allem bei den GmbH eine stark rückläufige Entwicklung zu sehen ist. Bei den Branchen zeigen sich keine signifikanten Verschiebungen, nach wie vor ist das Bauwesen mit 27,7 Insolvenzen auf 1.000 Unternehmen am stärksten betroffen, während bei Finanzdienstleistern und unternehmensbezogenen Dienstleistern das statistische Risiko deutlich geringer ist. Mit 2.708 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Passivsaldo von 214 Millionen Euro war die Pleite des Detailhändlers „Zielpunkt“ die mit Abstand größte Insolvenz. Um 4,1 Prozent auf 9.900 stieg die Zahl der Privatkonkurse, in 8.816 Fällen wurde dabei ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, 1.084 Verfahren wurden mangels Vermögen abgewiesen. Mit Abstand am höchsten ist das Insolvenzrisiko für Private in Wien, wo auf 10.000 Erwachsene 29,1 Konkurse gemeldet wurden, am niedrigsten im benachbarten Burgenland mit einem Wert von 6,9.

Quelle: Creditreform Schweiz / Creditreform Österreich

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www.creditreform.de

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