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Factoringlexikon - Glossar

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Ausfuhrgewährleistungen der Bundesrepublik Deutschland
Definition: Formen der Bundesdeckungen zur Stärkung der Exportwirtschaft

Die deutsche Bundesregierung fördert mit den Ausfuhrgewährleistungen für Exportrisiken eines der bedeutendsten Schlüsselsegmente der deutschen Wirtschaft. Die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG und die PwC Deutsche Revision AG bearbeiten als vom Bund beauftragte Mandatare im Konsortium die Ausfuhrgewährleistungen der Bundesrepublik Deutschland; federführend ist Euler Hermes. Das Mandatarkonsortium ist damit der Partner der Exportwirtschaft für alle Fragen der staatlichen Exportkreditversicherung. Diese sichert Banken und deutsche Exporteure gegen das Risiko des Zahlungsausfalls bei Exporten. Damit können deutsche Exporteure und Kreditinstitute ihre Käufer- und Länderrisiken aus Exportgeschäften absichern. Zuständig für die Entscheidungen ist der Interministerielle Ausschuss für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften (IMA).

Die Formen der Bundesdeckungen sind so vielfältig wie die Exportgeschäfte selbst. Es können Risiken sowohl vor als auch nach dem Versand abgesichert werden, zusätzlich wird eine Vielzahl von Sonderdeckungen angeboten. Kreditinstitute können Gewährleistungen für ihre gebundenen Finanzkredite erhalten.

Grundlage für die Prämien ist ein OECD-einheitliches Entgeltsystem. Die Selbstbeteiligung des Deckungsnehmers liegt je nach Absicherungsform im Regelfall zwischen 5 % und 15 %.

Der bei Euler Hermes zu stellende Antrag auf eine Ausfuhrgewährleistung sollte möglichst schon vor dem endgültigen Abschluss des Exportvertrags gestellt werden. Wesentliche Voraussetzung sind u.a. angemessene Zahlungsbedingungen.

Ausfuhrkreditversicherung
Definition: Ist die Versicherung von Forderungen aus Warenlieferungen und / oder Dienstleistungen gegen Insolvenz ausländischer Abnehmer des Versicherungsnehmers.

Über die Mitversicherung des protracted default läßt sich der Versicherungsschutz auch auf die Zahlungsunwilligkeit erweitern. Der Versicherungsschutz läßt sich ferner durch die Mitversicherung von politischen Risiken erweitern.

Ausfuhrkreditversicherung von Investitionsgütern (AKV-Invest)
Begriff für: Versicherung von Investitionsgütern

Ist eine Sparte der Kreditversicherung, die die Versicherung von Forderungen aus Investitionsgüterverkäufen und Werklieferungen an Abnehmer im Ausland vorsieht.

Siehe auch: Investitionsgüterkreditversicherung

Ausfuhrkreditversicherung | AKV
Definition: Versicherung ausländischer Debitoren

Ist die Versicherung von Forderungen aus Warenlieferungen und / oder Dienstleistungen gegen Insolvenz ausländischer Abnehmer des Versicherungsnehmers. Über die Mitversicherung des protracted default läßt sich der Versicherungsschutz auch auf die Zahlungsunwilligkeit erweitern. Der Versicherungsschutz läßt sich ferner durch die Mitversicherung von politischen Risiken erweitern.

Aushaftung
Definition: Versicherungsschutz nach Vertragsende

Hierbei steht der Kreditversicherer für während der Vertragslaufzeit versicherte Risiken aber nach Vertragsbeendigung entstehende Schadenfälle ein. Der Aushaftungszeitraum kann zeitlich begrenzt sowie unbegrenzt vereinbart sein. Diese Haftungserweiterung ist üblicherweise Bestandteil in internationalen Absicherungspolicen.

Wird die Aushaftung angeboten, wird dafür von einigen Anbietern eine Mehrprämie verlangt, die sich nach dem Forderungsbestand und Risikozeitraum richtet.

Auskunftei
Definition:

Eine Auskunftei (Wirtschaftsauskunftei) stellt kostenpflichtige Informationen über Unternehmen und Privatpersonen zur Verfügung, wenn ein berechtigtes Interesse von Anfragenden erklärt wird. Im Rahmen des Factoring und der Kreditversicherung können Auskünfte von Auskunfteien zur Selbstprüfung genutzt werden.

Auskunfteien sind z. B. Verband der Vereine Creditreform e. V., Dun & Bradstreet, Bürgel Wirtschaftsinformationen, SCHUFA Holding AG.

Ausnahmen von der Anbietungspflicht
Definition: Debitoren die nicht versichert werden müssen

Die grundsätzliche Anbietungspflicht bei Mantelverträgen der Kreditversicherung wird durchbrochen, in dem vereinbart werden kann, dass eine bestimmte Branche, Debitorengruppen, bestimmte einzelne zu benennende Debitoren oder ?unbenannte Kunden" nicht in die Kreditversicherung eingeschlossen werden. Zur Entscheidung benötigt der Versicherer dafür die genaue Bezeichnung der Ausnahme aus der Anbietungspflicht sowie Anteil des Umsatzes bei Herausnahme p. a.in % am Gesamtumsatz oder Anteil des Umsatz in absoluten Zahlen p. a. in Euro.

Ausschlussfrist
Begriff für: Begriff aus der Kreditversicherung

Wenn die in der Kreditversicherung festgelegte Ausschlussfrist überschritten wurde, ist der Versicherungsschutz für alle zukünftigen Forderungen beendet, es sei denn, der Versicherungsnehmer hat mit dem Versicherer eine andere Frist vereinbart.    

Ausschlußfrist
Definition: Ende eines vereinbarten Versicherungsschutzes

Sobald die im Versicherungsschein festgelegte Ausschlussfrist überschritten wird, endet der Versicherungsschutz für alle zukünftigen Forderungen automatisch, sofern der VN nicht vom Versicherer eine anderweitige Mitteilung erhalten hat.

Ausschnittbildung
Definition: Nur bestimmte Debitoren sollen versichert oder finanziert werden

Die grundsätzliche Anbietungspflicht bei Mantelverträgen der Kreditversicherung kann beschränkt werden durch eine sogenannte Ausschnittbildung. Hier versichert der Versicherungsnehmer nur bestimmte Teilbereiche seines Geschäftes. Für die Ausschnittbildung ist die eindeutige Abgrenzbarkeit erforderlich, damit feststeht, ob ein Abnehmer anbietungspflichtg ist oder nicht. Beispiele für Ausschnittbildungen sind: Produktbereiche, Geschäftsbereiche, Abnehmerbranchen, Länderausschnitte.

Ausschnitts- | Selektives Factoring
Definition: Sonderform aus dem Factoring | Forderungsverkauf

Hier werden im Vorfeld bestimmte Debitoren vom Factoring ausgenommen. Dies können z.B. Skontozahler, Debitoren mit einem Forderungsverkaufsverbot, Kunden die nach VOB oder mit Anzahlungen arbeiten, Privatkunden, Kunden im Ausland, etc. sein.

Ausschnittsfactoring (Sector Factoring)
Definition: Verkauf bestimmter Forderungen

Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, nur einen Teil der Forderungen zu factorn, handelt es sich um Ausschnittsfactoring (Sector Factoring). Beispiele: nur bestimmte Abnehmergruppen (Großhandel, Branchen), Beschränkung auf bestimmte Produkte bzw. Dienstleistungen.

Im Extremfall kann sich das Factoring auf einen einzigen (Groß)Abnehmer beziehen (Einzelfactoring). Dies kann dann sinnvoll sein, wenn durch den Verkauf dieser Forderungen bereits der gewünschte Liquiditätseffekt eintritt. Die Abtretung der Forderungen an den Factor gegenüber einem einzigen Abnehmer ist auch im Stillen Verfahren denkbar.

Ausschreibungsplattform
Definition:

Ist ein Service auf dem Marktplatz für Kreditversicherung mit dem erstmalig Unternehmen und deren Makler ihren Kreditversicherungsbedarf zur Angebotsangabe ausschreiben können.

Hierbei wird zunächst anhand einer strukturierten Analyse (Vordeklaration) das kalkulatorische Versicherungsvolumen ermittelt. Dann kann der Interessent sich seine Wunsch-Kreditversicherungspolice online konfigurieren. Anschließend wird diese Wunsch-Police mit seinen Angaben zur Vordeklaration online an die Kreditversicherer gesendet, die er aus einer Auflistung selektiert hat.

Kreditversicherer, die Interesse an einer Angebotsabgabe haben, übermitteln dann Ihre Vorschläge an den Interessenten bzw. dessen Makler.

Aussonderung
Definition: Begriff aus der Insolvenz

In der Insolvenz kann derjenige Gläubiger, der geltend machen kann, dass sich in der Insolvenzmasse Gegenstände befinden, die ihm selbst und nicht dem Schuldner gehören, Herausgabe verlangen gem. § 47 Insolvenzordnung (InsO). Gegenstand des entsprechenden Aussonderungsanspruches kann eine aussonderungsfähige Sache, ein entsprechendes Recht oder auch eine Forderung sein.

Zur Aussonderung berechtigen u. a. Forderungen, die im Rahmen des echten (non-recourse) Factoring von einem Factoring-Kunden an ein Factoringinstitut abgetreten wurden.

Aussonderungsrecht
Definition: Recht zur Ausgliederung | Insolvenzrecht

Das Recht zur Ausgliederung eines nicht zur Masse gehörenden Objektes durch den Insolvenzverwalter, d.h. zur Aussonderung, hat derjenige, der auf Grund eines dinglichen oder persönlichen Rechtes geltend machen kann, dass dieser nicht zur Insolvenzmasse gehört (§ 47 InsO).

Solche Rechte sind das Eigentum, der einfache Eigentumsvorbehalt, das dingliche Vorkaufsrecht und ? im Einzelfall auch ? obligatorische Herausgabeansprüche aus Miete, Pacht oder Leihe, soweit das Objekt nicht zur Insolvenzmasse gehört.  

Austauschpfändung
Definition: Austauschstück für unpfändbares Objekt

Eine Austauschpfändung liegt vor, wenn ein Gläubiger dem Schuldner für ein unpfändbares Objekt (z. B. Kleidungsstück) ein Ersatzstück oder den zur Beschaffung eines solchen erforderlichen Geldbetrag überlässt, damit das höherwertige Objekt gepfändet und verwertet werden kann.  

Auszahlung
Definition: Begriff aus dem Factoring, in der Regel 80% - 90% der angekauften Forderungen

Der Factor zahlt nach Ankauf der Forderungen in der Regel 80% bis 90 % des Rechnungsbetrags aus.

Die Restsumme (Abzugsquote) dient als Sicherheitseinbehalt für Erlösschmälerungen (Skonti, Rabatte, Reklamationen) und wird unverzüglich nach Zahlung durch den Debitor ausgekehrt. Ist die Forderungen nach Ablauf einer vereinbarten Frist (90 bis 120 Tage nach Fälligkeit) nicht bezahlt oder der Delkrederefall eingetreten, zahlt der Factor ebenfalls den Einbehalt an den Factoringkunden.

Authentifizierung
Definition: Nachweis der Identität mittels EDV

Dies ist der Nachweis der Identität eines Partners in der computergestützten Kommunikation.

Authentifizierung bedeutet das Sicherstellen der Identität eines Benutzers von kritischen Systemen und Anwendungen. Eine Verbindung bzw. der Zugriff sollte nur dann gestattet werden, wenn absolut sichergestellt werden kann, dass der Benutzer tatsächlich derjenige ist, für den er sich ausgibt. Überlicherweise werden für die Authentifizierung von Anwendern Passwörter oder PIN-Nummern verwendet. Für komplexere Authentifizierungsverfahren kommen Hardwarekomponenten wie z. B. SmartCards als sogenannte ?Authentifizierer? zum Einsatz.

Außenstände
Definition: Gesamtheit der offenen Forderungen

Sind die offenen Forderungen eines Unternehmens gegenüber einem Abnehmer/ Käufer einer Ware oder Nutzer einer Dienstleistung des Unternehmens. Mit Factoring lassen sich die Außenstände finanzieren mit einer Kreditversicherung kann man die Außenstände gegen das Insolvenzrisiko des Abnehmers absichern.

Außenstände
Definition: Summe der offenen Forderunge zu einem bestimmten Zeitpunkt

Summe der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen. Außenstände stehen gesammelt im Kunden- oder Debitorenkonto, spezialisiert im Kontokorrentbuch oder in der Kundenkartei.

Sie bedürfen einer ständigen Kontrolle, damit ggf. das Mahnverfahren sofort einsetzen kann. Ordnungsmäßiger Eingang der Außenstände ist Voraussetzung für die Zahlungsbereitschaft (Liquidität). 

In der Bilanz: Saldierung mit Schulden untersagt, i.d.R. nur gestattet bei Personenidentität und Aufrechenbarkeit; Aufrechnung. Überzahlungen der Abnehmer sind zu passivieren, nicht mit Forderungen aufzurechnen; mit Hilfe von Factoring lassen sich Außenstände in liquide Mittel umwandeln. 


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